Die Uzara-Wurzel

Die Gattung Xysmalobium umfasst etwa 40 Arten, davon finden sich 18 Arten im östlichen Teil von Südafrika. Über das Vorkommen wird in Transvaal, Zululand, Natal, Batsutoland und im Oranje-Freistaat berichtet. Im Südwesten nördlich von Paarl ist Xysmalobium offenbar nicht vorhanden.

Bis zum Jahr 1952 wurde die Uzara-Wurzel von wildwachsenden Pflanzen unter Aufsicht einer Botanikerin nördlich von Pretoria in Transvaal gesammelt und nach Deutschland exportiert. Als wildwachsende Pflanzen nicht mehr genügend gefunden wurden, veranlasste der damalige Besitzer des Uzara-Werkes die Kultivierung auf dem Gelände einer deutschen Farm in Südafrika. Die Identität der in der Kultur genommenen Wildpflanze wurde durch Prof. Schweickerd vom Botanischen Institut der Universität Pretoria sichergestellt.

Die Aussaat erfolgt maschinell in den südafrikanischen Frühjahrsmonaten Oktober/November. Ende Mai des nächsten Jahres blühen die etwa 68 bis 80 cm hohen Pflanzen. Sie werden in der Trockenzeit täglich etwa ein bis zwei Stunden mit einer Sprinkler- und Beregnungsanlage bewässert. Am Ende des ersten Wachstumsjahres werden die Samen, sobald die reifen Kapseln bei leichtem Fingerdruck aufspringen, geerntet. Sie werden den Fruchtkapseln entnommen, nach Entfernung der Haarkronen getrocknet und für die nächste Aussaat aufbewahrt. Die oberirdischen Teile werden nach der Samenernte abgemäht. Die Pflanzen beginnen nach kurzer Zeit neu zu treiben und erreichen wiederum eine Höhe von ca. 80 cm. Ende April/Anfang Mai des folgenden Jahres erfolgt die Ernte der zwei jährigen Wurzeln, wobei zunächst die Pflanzenreihen einseitig angepflügt werden. Aus der gelockerten Erde werden die Wurzeln manuell ausgelesen und in frischem Zustand in 2 bis 3 cm lange Stücke mit einer Art „Buschmesser" von Hand geschnitten. Die Trocknung geschieht auf Drahthorden an der Luft. Die Kulturen von Xysmalobium undulatum und die Gewinnung der Uzara-Wurzel werden in regelmäßigen Abständen an Ort und Stelle einer Qualitätskontrolle unterzogen.

Anbauversuche unter europäischen Klimaverhältnissen sind gescheitert.


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