Eine Erfolgsgeschichte

Der Name „Uzara" taucht im europäischen Schrifttum zum ersten Mal im Jahre 1911 auf - auch unter dem Namen Wild Cotton (wegen einer gewissen Ähnlichkeit zum Baumwollstrauch), Milk Bush oder Melkbos (wegen der milchsaftführenden Blätter oder Sprosse), Bitterhout oder Bitterwortel (wegen des bitteren Geschmacks der Wurzel) bekannt. Nach Gürber (1) handelt es sich um den Eingeborenennamen eines im afrikanischen Seengebiet heimischen, wahrscheinlich zur Familie der Seidenpflanzengewächse (Asclepiadaceae) gehörigen, sonst aber botanisch noch unbestimmten Halbstrauches. Uzara-Wurzeln kamen im Jahr 1909 durch H.W.A. Hopf aus Melsungen, der viele Jahre im Wachstumsgebiet der Uzara gereist war, als Geheimmittel eines afrikanischen Medizinmannes nach Deutschland.

Der Forschungsreisende H.W.A. Hopf, der selbst schwer an einem bakteriell verursachten Durchfall erkrankte, wurde von einem Medizinmann mit Hilfe der Uzarawurzel geheilt und brachte die Wurzel 1909 mit nach Europa. Hopf ließ ihre Wirksamkeit von einem Arzt seines Heimatortes erproben. Durch Vermittlung von Professor Mannkopff in Marburg und Dr. Lambert in Melsungen, der als erster deutscher Arzt Uzara bei Durchfallerkrankungen mit überraschendem Erfolg praktisch angewandt hatte, gelangte die Wurzel zur Untersuchung und Begutachtung an das pharmakologische Institut der Universität Marburg. Dort wurde sie nach eingehender Überprüfung durch Gürber in Form eines Trockenextraktes in die Therapie eingeführt und im Jahre 1911 von der Uzara-Gesellschaft Melsungen als Uzara-Liquor, -Tabletten und -Suppositorien in den Handel gebracht. Letztere sind nicht mehr erhältlich.

UZARA® Saft, -Lösung und Überzogene Tabletten werden noch heute, seit nun mehr 100 Jahren, mit gutem Erfolg als Arzneimittel mit rein pflanzlichen Wirkstoffen zur Behandlung von akuten Durchfallerkrankungen eingesetzt.

 

(1) Gürber, A., Über Uzara, ein neues organotrop wirkendes Antidiarroicum; Münch. Med. Wschr. Nr. 40 (1911) 2100

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